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Liebe Mitchristen!PGR Wahlen22

Für die Wahl des neuen Pfarrgemeinderates im kommenden Jahr gibt es eine neue Satzung und Wahlordnung. Diese sieht vor, dass es künftig auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft nur noch einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat geben wird. An die Stelle der bisherigen Pfarrgemeinderäte in jeder Einzelpfarrei treten sogenannte Gemeindeteams, die sich für das kirchliche Leben vor Ort engagieren. Durch den Zusammenschluss mehrerer Pfarreingemeinschaften zu Pastoralen Räumen wird es künftig als neues Gremium auch einen „Rat im Pastoralen Raum“ geben.

Wie kommt der gemeinsame Pfarrgemeinderat (gPGR) zustande? Es gibt zwei Möglichkeiten: es kann in jeder Einzelpfarrei ein Gemeindeteam gewählt werden, aus dem dann Vertreter in den gPGR delegiert werden oder es kann auf Ebene der Pfarreiengemeinschaft direkt ein gPGR gewählt werden mit Kandidaten aus allen Einzelpfarreien. Die erste Möglichkeit besteht nur dann, wenn in jeder Einzelpfarrei hinreichend Kandidaten für die Wahl eines Gemeindeteams gefunden werden können und somit eine Wahl aussichtsreich erscheint.
Nach den Erfahrungen bei der letzten PGR-Wahl, wie schwierig sich die Kandidatensuche in den Einzelpfarreien gestaltete und nach Beratung in unseren Gremien haben wir uns dazu entschieden, direkt einen gPGR zu wählen. Dieser soll aus zwölf Mitgliedern bestehen, so dass aus jeder Einzelpfarrei zwei Mitglieder in das Gremium gewählt werden. Auf dem Wahlzettel, den Sie erhalten, werden Kandidaten aus allen Einzelpfarreien aufgelistet sein. Sie dürfen zwölf Stimmen vergeben. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus Ihrer Pfarrei sind dann für ihre Pfarrei in den gPGR gewählt.
Wahlberechtigt sind alle KatholikInnen, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, wählbar sind KatholikInnen, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und in der Pfarreiengemeinschaft ihren Wohnsitz haben.

Neben der Wahl eines gPGR steht jede Einzelpfarrei vor der Aufgabe, ein Gemeindeteam zu bilden, das dafür sorgt, dass das kirchliche Leben vor Ort lebendig bleibt und vertieft wird. Zum Gemeindeteam sind Gläubige eingeladen, die bereit sind sich dafür einzusetzen, dass Kirche vor Ort repräsentiert wird, erkennbar, erreichbar und zugänglich ist. Es setzt sich zusammen aus einem Mitglied des gPGR, wenigstens einem Mitglied der Kirchenverwaltung, der hauptamtlichen Ansprechperson des Pastoralteams und Gläubigen, die bereit sind, in der betreffenden Gemeinde im Gemeindeteam mitzuarbeiten. Hier setzen wir auf Ihre Bereitschaft, sich in und für Ihre Pfarrei und für das kirchliche Leben vor Ort einzusetzen.
Das Gemeindeteam wird für die Dauer der Wahlperiode des gPGR eingesetzt und beauftragt. Es gibt sich selbständig eine Arbeitsstruktur und benennt eine verantwortliche Ansprechperson für das Pastoralteam. Auch eine punktuelle und projektbezogene Mitarbeit im Gemeindeteam einzelner Personen ist möglich und wünschenswert.

Der Rat im Pastoralen Raum wird gebildet aus ein bis zwei Delegierten aus jedem gPGR, dem Moderator (Pfarrer), einer weiteren Person aus der Koordinationsgruppe des Pastoralen Raumes sowie bei Bedarf einer zusätzlichen Person aus dem Pastoralteam.
Aufgaben des Rates im Pastoralen Raum sind die Entwicklung von Angeboten und Projekten im Pastoralen Raum, Beratung des Pastoralteams, Erarbeitung von pastoralen Schwerpunkten, Förderung der Zusammenarbeit der im Pastoralen Raum aktiven Gruppen und Initiativen, Informationsaustausch zwischen den Gremien und zum Diözesanrat und anderes mehr.

Vor allem zwei Entwicklungen versucht die neue Satzung und Wahlordnung aufzugreifen:

  1. Die Errichtung der Pastoralen Räume macht das neue Gremium „Rat im pastoralen Raum“ nötig, damit die Gläubigen auch auf dieser Ebene die Möglichkeit haben, pastorale Schwerpunktsetzungen mitzugestalten.
  2. Die Erfahrungen bei der PGR-Wahl 2018, dass es zunehmend schwierig wird, ausreichend Kandidaten für die Wahl der Gremien zu finden, ist nicht nur bei uns ein Thema. Hier kommt uns die veränderte Wahlordnung entgegen und entlastet uns ein Stück weit, weil nun für die Wahl eines gPGR nur noch mindestens zwei Kandidaten zu finden sind.

Dass die neue Satzung und Wahlordnung für die Bildung der Gemeindeteams großen Spielraum lässt, wie diese Teams zustande kommen und dass die Gemeindeteams sich selbst eine Arbeitsstruktur geben können, verändert ein Stück weit den bisher an das Vereinswesen angelehnten Charakter des Gremiums vor Ort. Die Mitarbeit erfolgt nun nicht mehr auf Grundlage eines Wahlmandats, sondern auf der freiwilligen Bereitschaft der Gläubigen. Jeder soll sich eingeladen fühlen, sich mit seinen Begabungen einzubringen für eine lebendige Kirche vor Ort. Jedes Gemeindeteam soll einen Sprecher oder eine Sprecherin bestimmen als AnsprechpartnerIn. Dennoch können auch manche Aufgaben, die bisher bei den PGR-Vorsitzenden lagen, im Team aufgeteilt werden, um das Sprecheramt zu entlasten.
Zögern Sie nicht, sich im Gemeindeteam einzubringen und das kirchliche Leben vor Ort mitzugestalten und durch ihre Ideen und Initiativen zu bereichern!

Für das Seelsorgeteam
Ulrich Emge

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